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Was ist Karate - DO?

( Japanisch: der Weg des Fechtens mit der leeren, unbewaffneten Hand )

Kara = leer, nackt, unbewaffnet

Te = Hand

Do = Weg, Grundsatz


Karate ist die hohe Kunst des unbewaffneten Kampfes und ein ausgezeichnetes System zur Erlangung von überdurchschnittlicher Fitness und Körperbeherrschung.
Ein regelmässiges Training fördert die Gesundheit, führt zu Geschmeidigkeit des Körpers und zu Beweglichkeit und Wahrheit des Geistes.

Karate ist bestens dazu geeignet, dem täglichen Stress entgegen zu wirken und den Körper top fit zu halten. Karate lässt sich aber nur durch hartes, regelmässiges Training erlernen.
Jeder gewinnt aus Karate genau soviel, wie er für das Training an Hingabe und Mühe aufwendet.

Das Karate eignet sich für:

- Mehr Selbstvertrauen
- Mehr Selbstsicherheit
- Weniger Haltungsschäden
- Bessere Konzentration und Reaktion
- Baut Aggressionen ab, durch körperliche Anstrengung
- Schafft gute Kondition
- Schafft überdurchschnittliche Beweglichkeit

Karate ist ein Kampfstil ohne Waffen. Fussfeger, Stoss-, Schlag-, Tritt- und Abwehrtechniken sowie Würfe sind bestandteil des Trainings. In einer fortgeschritteneren Phase übt man die Verteidigung von Waffen wie Messer oder Schwert sowie die Anwendung von verschiedenen Arten von traditionellen Waffen. Im Karate werden alle Teile des Körpers beansprucht, deswegen wird im Training viel Wert auf Kondition gelegt und die Beweglichkeit, Belastbarkeit und Konzentration wird geübt.

Die Ausführung der Techniken wird nicht nur durch Kraftkontrolle und Präzision wirksamer, sondern was am meistens zählt, durch die korrekte Körperbeherrschung. Die Hüfte zum Beispiel soll eingesetzt werden und mit dem ganzen Körper zusammenarbeiten. Sensei Shingo Ohgami (8. Dan Wado-Ryu) nannte dies "Company Prinzip", das verglichen werden kann mit einem Unternehmen bei dem alle Mitarbeiter zusammenarbeiten müssen, damit man bestimmte Leistungen erzielen kann. Ein weiteres wichtiges Prinzip ist, dass zwei oder drei gleichzeitig zusammenwirkende Einzelheiten, eine grössere Leistung herbeiführen, als sie einzeln bewirken könnten. Mathematisch würde man es wie folgt zum Ausdruck bringen: 1x1x1=1 aber (1+1+1)x1=3x1=3 und 3>1.

Ein weiterer Bestandteil ist das geistige Training und zwar das Dojo-Kun, die moderne Budo-Etikette und die japanische Kampfkunstphilosophie. Karate kann als Sport betrachtet werden, aber es ist mehr als nur ein Sport, da es nicht nur das aerobische Training, Kondition und die Selbstverteidigungstechniken beinhaltet, sondern auch wert auf den Geist, den Charakter und das Körpergefühl legt. Das Budo hilft dabei, die menschlichen Qualitäten mit verfeinerten Sinnen zu perfektionieren, den Körper und den Geist gesund zu halten. Karate ist eine Lebensschule und auf jedenfall ein Sport den man sein ganzes Leben lang trainieren kann und im Sinne von Budo eigentlich unaufhörlich und ein Lebenlang praktiziert werden soll.

Alle Techniken werden auf Japanisch genannt und es wird auf Japanisch gezählt. Jede Bewegung hat eine japanische Bezeichnung, welche auch an den Prüfungen genannt werden.

Dojo-Kun sind die Regeln für das Training der Kampfkünste, die in jedem Dojo (jap. Ort des Weges oder der Trainingsraum) gelten. Die Regeln sollen streng respektiert werden damit man vom Training am meistens profitieren kann. Das Verhalten ist auch klar vorgegeben: Man soll jedes Mitglied des Dojo respektieren und sich ihm, vor beginn einer Partnerübung zum Zeichen der Dankbarkeit vorbeugen, ohne ihn funktioniert die Partnerübung nicht. Auch Konzentration ist gefordert, da das Training auch als eine art Meditation betrachtet werden kann. Das Verhalten des Sensei (jap. Karate Meister) kann manchmal sehr hart erscheinen, man darf aber nicht vergessen, dass im Dojo auch der Charakter und der Geist geschult wird.

Links zur Vertiefung des Themas Karate:

- http://de.wikipedia.org/wiki/Karate
- http://de.wikibooks.org/wiki/Karate:_Prinzipien
- http://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Budo
- http://wado.ch/historie/kampfkunst.html
- http://de.wikipedia.org/wiki/Karate-Ausdrücke

Literatur:

Shingo Ohgami, "Introduction to Karate"
Teruo Kono, "Der Weg des Schwarzgurtes"
Karate